Die fünf Tiere
Menschen streben auf einer physischen und psychischen Ebene
immer nach Harmonie. Um unser Leben und die Umgebung in Harmonie zu bringen, sind Feng
Shui-Praktiker auf verschiedene spezielle mentale Landkarten für die Interpretation der
täglichen Ereignisse angewiesen.
Diese dienen als Grundlagen, um selbst solche allgemeinen Dinge, wie die Anordung von
Möbeln im Haus zu bestimmen.
Wie bei Yin und Yang, den acht Trigrammen und den Fünf Energien können Feng
Shui-Prinzipien fast wie ein Navigationskarte dargestellt und verwendet werden - mit einem
grundlegenden Unterschied. Auf der Feng Shui-Karte bestimmt der Standort des Menschen
jederzeit die Richtungen und Beziehungen der übrigen ihn umgebenden Welt.
Eine der meistverbreiteten Karten ist einfach als "Fünf Tiere" bekannt. Auf den
ersten Blick scheint das ein Mythos zu sein, aber Sie können sie als Schablone verwenden, die Ihnen hilft, eine
beträchtliche Anzahl von Phänomenen - von der physischen Form eines Gebäudes bis zu der
Dynamik von Teamarbeit oder dem Wirken der dynamischen Kräfte der menschlichen
Persönlichkeit - zu verstehen und zu beurteilen.
Der Anfangspunkt im Feng Shui ist die Richtung, in die der Sprecher blickt. Auf der
Schablone sitzt eine wache Schlange im Zentrum und blickt nach vorn. Ein Drache befindet
sich zu ihrer Linken (die Chinesen bezeichnen die Linke als "Drachenseite"), ein
Tiger zur Rechten, ein Phönix vorn und eine Schildkröte hinten.
Ursprünglich hatte jedes Tier bestimmte Attribute. Die Schildkröte befand sich in der
jeweils nördlichen Position. Ihre Farbe ist schwarz, ihre Jahreszeit Winter, ihr Element
Wasser. Der Drache war im Osten: Seine Farbe ist grün, seine Jahreszeit der Frühling,
sein Element Holz. Der Phönix stand im Süden, der mit der Farbe Rot, mit Sommer und
Feuer assoziiert wird. Die Attribute des Tigers waren Westen, weiß, Herbst und Metall. Im
Mittelpunkt befand sich die Schlange, gelbbraun, die Farbe der Erde, und die Achse, um die
sich die Jahreszeiten bewegen.
(In vielen Feng Shui Büchern wird die Schlange nicht berücksichtigt. Es ist lediglich
von vier Beschützertieren die Rede (Drache, Tiger, Schildkröte und Phönix, der manchmal
auch als "roter Rabe" bezeichnet wird), A.d.R.)
(Lam Kam Chuen: Das Feng Shui Handbuch, Joy Verlag 1996) |