Landformen
- Die Fünf-Elemente-Einteilung
Wenn man die Feng-Shui-Eigenschafen eines
bestimmten Standortes untersuchen will, ist es wichtig, zunächst festzustellen, welche
Elemente in der Umgebung vorherrschen, und dann, welches das vorherrschende Element am
Standort selbst ist. Auf diese Weise kann man sicherstellen, daß die
Elementareigenschaften des Geländes und des speziellen Standortes sich im Einklang
miteinander befinden.
Vielleicht am offensichtlichsten enthüllt ein
Gelände seine Elementareigenschaften durch seine Form.
Holz: Bäume sind hoch
und aufrecht. Das Element Holz wird durch säulenförmige Strukturen repräsentiert,
beispielsweise durch hohe, steil aufragende Berge (wie man sie zum Teil in Südchina
findet) oder durch von Menschenhand geschaffene Objekte wie Obelisken, Minarette,
Fabrikkamine oder hohe, schlanke Wolkenkratzer.
Feuer: Spitzen erinnern an Flammen. Das Element Feuer wird durch
markante Bergspitzen repräsentiert sowie durch die spitzen Dächer mancher östlicher
Tempel, weiterhin durch die Spitzen von Kirchtürmen und durch ähnliche Gebäude mit sehr
spitzen Dächern.
Erde: Der Erdboden ist im allgemeinen flach; das Element Erde
wird dargestellt durch lange, abgeflachte Hügel, Plateaus, Tafelberge und Gebäude mit
Flachdächern.
Metall: Bronzespiegel und Münzen sind rund; das Element Metall
wird dargestellt durch sanft gerundete Hügelkuppen und durch Gebäude mit kuppelförmigen
Dächern.
Wasser: Wasser hat keine Form und jede Form. Das Element Wasser
wird repräsentiert durch wellenförmige und unregelmäßige Hügellandschaften sowie
durch Gebäude, die eine bizarre oder komplexe Architektur haben, wobei sie eher gerundet
als eckig sind.
(Derek Walters: Die Kunst des Wohnens - Feng Shui, Bauen,
Gestalten, Einrichten nach den Regeln der alten chinesischen Harmonielehre, O.W. Barth
Verlag 1995) |