| Doch wenden wir uns der Suche nach dem
erfolgversprechenden Bürogebäude zu. Natürlich möchte Herr Wu repräsentativ
residieren. Sein Geschäft lebt von der Kommunikation, benötigt also das Wasserelement,
der Handel soll wachsen - also Holzelement - beispielsweise ein Hochhaus direkt am Wasser. Vom Dach aus haben wir einen Überblick über die gesamte Anlage.
Sofort wird klar, die "kleinen quadratischen Hausblöcke" (Erdelement) in der
Mitte des Areals scheiden aus, zu wenig Energie. Sie werden überragt von drei
Hochhäusern, den Bürotürmen direkt am Platz und einem Landwehrkanal. Dies weckt sofort
Interesse. "Die Türme sind kraftvoller, dominanter und nähern sich von der Energie
der niedrigen Nachbarn" erläutert Frau K.
Also zuerst zum Landwehrkanal. Links steht das Hochhaus von Debis, 22 Stockwerke im Turm
mit großem Atrium im Norden. Holz ist förderlich, das Gebäude wirkt ansprechend.
"Doch wo ist der Eingang", fragt Frau K. Herr D. führt sie durch die erste
Baustraße zur nördlichen Ecke des Gebäudes. |
 Das
Hochhaus am Landwehrkanal. Demonstrativ überragt der Schornstein das Gebäude. |
Das Gesicht von Frau K. verdunkelt sich. Die Straße ist
sehr eng. "Hier weht viel Wind, doch zuviel Feng ist nicht gut" erläutert
sie. "Es entsteht viel Turbulenz, zunächst zwar gute Geschäfte, aber sie werden
schnell weggeweht." Das Qi, die Lebenskraft, läuft hier zu gradlinig, beengt
und trifft am Ende unvermittelt auf ein Wohnhaus. "Nicht günstig für die Menschen,
die hier leben müssen. Nicht nur, daß das Hochhaus das Qi des Wohnens abzieht, jetzt
trifft auch Sha-Qi direkt auf eine Wohnung. Ich werde hier nicht einziehen!"
An der Ecke betreten wir den Haupteingang des Gebäudes und
gelangen in eine große überglaste Halle. "Imposant, ein Kirchenschiff"
stellt Herr Wu fest, "doch wo geht es hier in das Büro?" Er muß die Halle
durchqueren und von Norden unter dem Schatten des Büroturms auf diesen zugehen. Er blickt
hoch. Ein großer separater Turm ragt in der linken Ecke, der Geldecke des Gebäudes, hoch
hinaus. "Das ist der Abluftschornstein für unsere Tiefgarage und den Straßentunnel
vor dem Haus" erklärt Herr D. Herr Wu erschrickt: "Hier wir ja mein ganzes Geld
gleich wieder durch den Schornstein abgezogen" denkt er, geht aber mutig weiter.
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