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Feng Shui im Westen - Ein Interview mit Master Lam Kam Chuen

Einführung - Feng Shui

Sie waren nicht nur Taijiquan-Lehrer, sondern auch Fengshui-Berater in Hongkong. Weswegen kamen die Leute dort zu Ihnen?
   Wegen ihres Hauses, ihres Büros. Einige waren nicht ganz gesund, und ich zeigte ihnen, wie sie in ihren Häusern zu mehr Gesundheit und Stärke zurückfinden konnten. Einige hatten ihren Arbeitsplatz verloren, und ich beriet sie, wie sie zu einer neuen Anstellung oder zu einem besseren Einkommen kommen könnten. Es kamen aber eher die Menschen aus den mittleren Einkommensschichten zu mir. Man sagt immer, in Hongkong ginge es im Fengshui darum, wie man reich werden kann. Wenn ich das wüßte, dann würde ich es für mich behalten oder höchstens meinem Sohn weitererzählen. (Lacht)

Würden Sie sagen, daß es in Hongkong spezielle Probleme gibt aufgrund der Situation der Stadt?
   Ja. In Hongkong gibt es wenig Platz und so viele Leute. Deshalb befinden die Gebäude und Menschen sich in einem sehr intensiven Energiefeld, in dem alle Energien sich ständig kreuzen. Wenn jemand zu einem Fengshui-Berater kommt, wird ihm gesagt, wie er sein Haus und die Einrichtung im Haus so organisieren soll, daß es optimal mit den Energiefeldern, die ihn und das Haus umgeben, zusammenpaßt und sich nicht gegenseitig lähmt oder behindert.

Gibt es eine bestimmte Zeit, in der Menschen in Hongkong einen Fengshui-Experten aufsuchen?
   Ja - Ihr Kalender und unserer sind unterschiedlich nach Sonne bzw. Mond ausgerichtet. Vor allem kurz vor dem Neuen Jahr gehen die Menschen zu einem Fengshui-Berater, um zu erfahren, welchen Einflüssen sie unterworfen sein werden und wie sie sich am besten damit arrangieren können. Also so etwa zwischen dem 4. und 10. Februar haben Fengshui-Berater in Hongkong viel zu tun.
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