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Feng Shui im Westen - Ein Interview mit Master Lam Kam Chuen

Einführung - Feng Shui

HongkongKönnten Sie bitte beschreiben, wie so etwas konkret abläuft, wenn jemand zu Ihnen kommt mit einem bestimmten Problem. Besuchen Sie dann auch seine Wohnung?
   Ja, unbedingt. Ich muß mir die Wohnung des Klienten, sein Haus, ansehen, um herauszufinden, warum das Problem besteht, warum es eventuell die Energie der Leute angreift. Vielleicht sind sie sehr krank wegen ihrer Umgebung, vielleicht gibt es Hochspannungsleitungen in der Nähe (...) oder einen Bahnhof? Das kann man nicht wissen. Einige Leute werden sagen: 'Sieh doch den Grundriß an'. Aber das ist nur von begrenzter Aussagekraft. Man kann die Energie des Ortes nicht fühlen. Als Fengshui-Experte muß man dort sein und sich einfühlen, und zwar nicht nur an dem speziellen Platz. Man geht auch in der Umgebung herum, um herauszufinden, was dort los ist.

Ist das nicht sehr zeitaufwendig?
   Ja! Das dauert in einem einfachen Fall etwa einen Tag. In einem speziellen Fall geht man vielleicht zwei-, dreimal hin, vielleicht auch viermal oder noch öfter - abhängig davon, wie wichtig das Problem, der Auftrag ist (...).

Hatten Sie ein richtiges Büro für Fengshui-Beratungen, oder haben die Leute bei Ihnen angerufen wegen Ihres guten Rufs?
   Ich bin Arzt für TCM. Als Fengshui-Berater arbeite ich nur zeitweise. Ich tue das, weil ich festgestellt habe, daß viele Leute Fengshui mißverstehen. Ich beschäftige mich fast dreißig Jahre mit Fengshui. Trotzdem halte ich mich eigentlich noch nicht für gut genug. Aber es gibt andere, vor allem in Europa, die das erst drei, vier Jahre machen und   denken, daß sie Experten seien. Was bin ich dann? (...)
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