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Feng Shui im Westen - Ein Interview mit Master Lam Kam Chuen

Einführung - Feng Shui

Erlernen nach chinesischer Tradition alle, die Fengshui studieren, auch Taijiquan, Qigong und chinesische Medizin?
   Nein, das ist sehr traurig. Die alten Leute wollen darüber nicht sprechen. (Sie wissen, unter Mao war das verboten.) Die neue Generation orientiert sich am westlichen Lebensstil und empfindet die chinesische Kultur als alt und überflüssig. Nur wenigen Menschen geht es wie mir. Ich stehe in der Mitte dazwischen. Ich kenne Teile der westlichen Kultur sehr gut, aber auch aus unserer Kultur ist einiges immer noch gut. Ich bin der Meinung, man sollte das Gute nutzen, wo es sich einem bietet.

Sie haben im Gespräch erwähnt, daß viele Richtungen im Fengshui zusammenkommen. Welche Richtungen sind in Ihrer Arbeit besonders wichtig?
   Jede Richtung ist wichtig. Welche man benutzt, hängt z.B. von der Jahreszeit ab, überhaupt von der Zeit, in der man lebt und davon, was akzeptiert wird. Nicht jeder akzeptiert die gleiche Richtung. Das ist wie bei einem Haus, da wäre es auch nicht für jeden gleichermaßen gut, einzuziehen. Ein Haus kann für den einen sehr gut, für den anderen aber schlecht sein. Auch bei Autos mögen einige das eine Modell, andere ein anderes Modell.

Die Richtung, die Sie benutzen, hängt also zunächst von dem jeweiligen Problem ab und auch davon, welcher Typ von Klient zu Ihnen kommt?
   Ja, vom Klienten. Davon, an welchem Tag er geboren wurde. Welches der Fünf Elemente er besonders stark verkörpert, womit er zu tun hat usw.

Sie benutzen manchmal den "Flying Star", manchmal die Fünf Elemente...?
   Nicht nur eine Richtung. Immer mehrere in Kombination.(...)
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