Bei der Irisdiagnose macht man eine Bestandsaufnahme
der Stoffwechselsituation innerhalb des Körpers.
Der gesamte Stoffwechsel des Körpers hängt eng mit den bindegewebigen
Anteilen der einzelnen Körperstrukturen zusammen und die Iris ist die
einzige frei zugängliche Stelle im Körper, an der man direkt auf
Bindegewebe blicken kann. Das Interesse des Augendiagnose gilt hierbei sowohl
der Iris, dem Häutchen um die Pupille, als auch dem Gebiet um die Iris,
der Sklera, sowie dem Ober- bzw. Unterlid. Die Iris-Diagnostik geht davon
aus, daß die Organe des Körpers auf bestimmte Stellen der Iris
projiziert sind. Jede Verfärbung, jeder Fleck, jeder "Riß", jedes
"Loch" oder sonstige Strukturveränderung in der Iris hat seine Bedeutung.
Auch die umliegende Sklera (Augenbindehaut) zeigt bei gestörten
Stoffwechselvorgängen im Körper typische Veränderungen. Mit
dem Mikroskop kann der geübte Heilpraktiker somit die angeborenen und
auch die erworbenen Schwächen im Stoffwechsel eines Organs oder des
ganzen Körpers aus der Iris ablesen.
Der Stoffwechsel ist deshalb so wichtig, weil nur Organe, die richtig
ernährt werden, auch richtig funktionieren. Sobald eine Unterversorgung
eintritt, erhöht sich zum einen die Empfindlichkeit gegenüber
Krankheiten, und zum anderen beginnen sich auch Ablagerungen zu bilden, die
dann erst recht stören und dadurch die unterschiedlichsten Beschwerden
nach sich ziehen.
In der Iris wird der ganze Körper mit allen seinen Organen reflektiert.
Für die in der Naturheilkunde angestrebte Ganzheitsbetrachtung ist die
Augendiagnose deshalb eine der traditionell wichtigsten Diagnoseformen. Besser
als mit vielen anderen Methoden lassen sich Funktionszusammenhänge im
Krankheitsgeschehen aufdecken - und daher auch gezielt behandeln. Einer der
Begründer der Augendiagnose, Pastor Felke, hat einmal zutreffend formuliert:
"Die Iris bestimmt das Rezept"
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