Was bei den meisten Patienten bekannt ist, ist, daß man am Rücken die unterschiedlichsten Dinge tun kann, um eine Besserung Ihrer Beschwerden herbeizuführen. Das läßt sich aber auch für die Diagnose ausnutzen. Denn: Netterweise hat die Natur an den unterschiedlichsten Stellen des Körpers die oben genannten Reflexzonen angelegt. Es gibt dabei diverse verschiedene Zonen, wie die sog. Head'schen Zonen oder die Ohr- und Fußreflexzonen. Dann gibt es noch eine Unterteilung in sogenannte Segmente, bei denen es jeweils um die genau festgelegten Körperareale geht, die von einem einzelnen Rückennerven versorgt werden.
Ganz allgemein kann man sagen, daß segmentale Verbindungen auf jeden Fall eine nervige Verschaltung (mit dem Zielorgan) über die Wirbelsäule besitzen, Reflexzonen nicht unbedingt. Abgesehen davon liegen die Reflexzonen im Bereich des Rückens alle mehr oder weniger in den zugehörigen Segmenten. Zur Verdeutlichung einmal ein Bild der Reflexzonen am Rücken.
Auf der Abbildung können Sie sehen, daß es tatsächlich eine ganze Menge Stellen am Rücken gibt, bei denen über viele Jahre immer wieder Verbindungen zu den angegebenen Organen festgestellt worden sind. Hier sind aber jetzt nur die wichtigsten Hauptzonen abgebildet; es gibt noch diverse andere (und kleinere) zu jedem Organ. Diese ergeben sich allerdings auch oft durch eine zusätzliche Verspannung, infolge einer Fortleitung über verschiedene Muskelketten. Auch hierzu einmal zwei Bilder. Zonen für Leber/Galle:
und Zonen für den Magen:
So erklärt sich auch, daß Verspannungen im Nacken oder im Bereich des Beckenkammes eigentlich immer zu finden sind, es hängt dabei dann immer von der Körperhälfte ab, auf der das entsprechende (erkrankte) Organ liegt. Abgesehen davon gibt es natürlich noch genügend Stellen, die möglicherweise über das Meridiansystem der Akupunktur auch noch reflektorisch mit dem entsprechenden Organ verbunden sind. Denn auch die Akupunktur-Meridiane stellen letztendlich eine Art von Reflexzone dar.
Jedes Organ hat in der Chinesischen Medizin auch eine seelische Komponente. Ähnliches gibt es auch bei uns in Ausdrücken des Volksmunds: Das geht zu Herzen, das ist auf den Magen geschlagen, dem kommt die Galle hoch......
Die Wirksamkeit einer Reflexzonenbehandlung beschränkt sich deshalb
nicht nur auf die körperliche Ebene, sondern erfasst auch die jeweilige
psychische Verfassung des Patienten. Kern des Ganzen ist, daß
man dadurch, daß man dem Körper hilft, organisch gesund zu
werden, auch gleichzeitig die Psyche wieder in geregeltere Bahnen bekommt.
Es ist zwar nicht so, daß wirklich schwere psychische Krankheiten nur
durch Reflexzonen-Behandlung schnell und einfach wegzubekommen wären,
aber ich darf an dieser Stelle vielleicht noch einmal an Dr. Aschner erinnern,
der auch sehr vielen Patienten, die wegen psychischer Beschwerden zu ihm
kamen, mit seinen Ausleitungsverfahren geholfen hat. Das bedeutet für
die Praxis, daß, wenn man eine Reflexzone therapiert, auch die
geistig-seelische Komponente mit therapiert wird. Daß das sehr gut
funktioniert und gelegentlich verblüffende Phänomene hervorruft,
werden alle diejenigen bestätigen können, die sich intensiver mit
der Fußreflexzonenmassage beschäftigt haben, bei der ja auch
gelegentlich über die Massage der Zonen am Fuß irgendwelche geistigen
Blockaden aus der Vergangenheit frei werden. Jede Störung, auch im
seelischen Bereich, ist mit dem energetischen Zustand eines bestimmten Organs
verbunden, so daß, wie wir alle ja wissen, bestimmte Probleme wiederum
bestimmte Erkrankungen nach sich ziehen; und andersherum bestimmte Erkrankungen
wieder mit besonderen seelischen Zuständen verknüpft sind. So erzeugt
dauernde Angst, im Laufe der Zeit, eine Schwäche oder Anfälligkeit
der Nieren, Zorn schwächt die Leistungsfähigkeit von (oder
verhärtet) Leber und Galle und Sorgen und Grübeln machen den Magen
überempfindlich. Umgekehrt können aber auch äußere
Einflüsse, die bestimmte Organe angreifen, wiederum bestimmte Emotionen
hervorrufen. Beispiele: Wer in einer kalten und nassen Umgebung lebt, neigt
eher zu Angstzustaenden und chronischer Umgang oder Kontakt mit Giftstoffen,
die die Leber belasten kann u.U. zu Depressionen oder aber auch zu
Wutausbrüchen tendieren.
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Therapien
Die wichtigsten Therapieformen (neben den unterschiedlichen Massagearten) zur Behandlung von Reflexzonen sind die sog. Aschner-Verfahren.
Sie werden so genannt nach dem Arzt Dr. Bernhard Aschner, der ursprünglich aus reiner Neugier angefangen hat, nachzuprüfen, ob denn die Methoden zur Behandlung von Reflexzonen, die überall auf der Welt in jeder Kultur zu finden sind, überhaupt nachprüfbare Wirkungen haben. Nachdem er diese, mit häufig hervorragenden Ergebnissen, nachgewiesen hatte, behandelte er später alle Patienten, je nach Schwere der Krankheit, wenigstens unterstützend mit den von ihm erforschten Verfahren. Diese wirken zwar auf viele der modernen "Pillenschlucken und Spritzekriegen"-gewöhnten Patienten etwas veraltet oder rabiat, aber das ändert nichts an ihrer Wirksamkeit.
Die häufigsten angewendeten Verfahren sind:
Außen:
Innerlich:
(Die Erklärungen zu den einzelnen Punkten sind in Vorbereitung. Aber bis sie fertig sind, kann es noch etwas dauern!)