Insbesondere Erkrankungen des Verdauungsapparates lassen sich durch die Zungendiagnose leicht diagnostizieren. Außerdem lassen sich wichtige Hinweise auf Pilzerkrankungen des Organismus (Organmykosen) anhand des Zungenbelages finden.
Auch ein Mangel des Körpers an Vitamin B zeigt auf der Zunge seine Spuren, in diesem Fall durch viele kleine rote erdbeerartigen Stippchen auf dem Zungenrücken. Sie werden durch vergrößerte pilzförmige Zungenpapillen gebildet.
Kleine Querfurchen in der Zungenmitte zeigen eine Schwäche der Bauchspeicheldrüsenfunktion, also eine zu geringe Produktion an körpereigenen Enzymen, welche für die Verdauung von entscheidender Bedeutung sind.
Auch Erbanlagen wie Bindegewebsschwäche lassen sich leicht diagnostizieren - durch eine verbreiterte Mittelrinne, die optisch die Zunge der Länge nach teilt.
Eine Magenschleimhautentzündung zeigt sich immer in einer geröteten Zungenspitze. Heilt diese Entzündung ab, verschwindet spontan auch die Rötung wieder.
Die Zunge verändert sich in ihrem Ausdruck relativ schnell, so daß sich mittels der Zungendiagnose sehr gut eine Prognose über den Behandlungsverlauf und über die eintretende Besserung treffen läßt. Die Zungendiagnose stellt daher eine ideale Therapiekontrolle dar.